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Berichte
von Veranstaltungen 2010
Rally du Var
Die
Rally du Var ist der
letzte Lauf zur französischen Rallye-Meisterschaft und die für uns
Deutsche
unfassbare Anzahl von 205 (!!!) Teams hatte
dafür
genannt. Da waren die 40 Historischen schlicht und einfach „das fünfte
Rad am
Wagen.“ Das insgesamt
knapp 250 Teams eine
organisatorische Herausforderung sind, wird nicht bestritten. Aber eine
Differenz von 2 Stunden und 11 Minuten zwischen geplanter und
tatsächlicher
Startzeit zu einer WP ist eine andere, nicht zumutbare, Angelegenheit.
Entschädigt wird man dann durch die Qualität der Wertungsprüfungen und
die
Atmosphäre an der Strecke. Es herrschten teilweise winterliche
Bedingungen:
Regen, Schnee, Eis und Sturm. Trotzdem zelten an der Strecke Hunderte
Fans und
feuern die Teams an.
Fassen wir die Rallye zusammen.
Wolfgang hatte viele
Telefonate geführt, um Fahrer zum Start bei der du Var
zu überreden. Ludwig Kuhn konnte Wolfgang dann überzeugen. Erstes
Argument: Vom
Team Galaxy würden wohl
nur die Schweden kommen, vom
Team Sandro Munari wohl
niemand. Der Sieg in der Team
Trophy für uns damit in
greifbarer Nähe. Zweitens:
Klaus Hopfe könnte auf den dritten Platz in der Beifahrer-Wertung
kommen. In der Kategorie 3 hatten noch zwei
Fahrer (Pfeiffer, Vanderspinnen)
und drei Beifahrer (Strooper,
Windt und D’Angelo) reelle
Chancen auf den Titelgewinn. Antonio Parisi
war nicht
angereist und hatte den Wagen an seinen Sohn Umberto übergeben, der
Luigi zum
Titel führen sollte.
Kurt Vanderspinnen musste
bereits am ersten Tag aufgrund technischer Probleme die Super-Rallye
Regelung
in Anspruch nehmen und verlor viel Zeit. „Sohn“ Parisi
legte den Porsche im Wald ab und musste aufgeben. Wolfgang und Ulli
hatten
daraufhin einen beruhigenden Vorsprung von über 9 Minuten auf den
belgischen
Konkurrenten. Die beiden „trugen“ den Porsche vorsichtig bis ins Ziel
der
letzten WP. Dahinter warteten Peter und Holger Knöbel
im Servicewagen und begleiteten den Porsche bis zur Rampe. Nichts
sollte
schiefgehen! Durch den Sieg in der Kategorie war der
Europameister-Titel 2010
sowohl für Wolfgang als auch für Ulli perfekt.Ludwig und Klaus erging es ähnlich.
Plötzlich war
ihnen die Konkurrenz ausgegangen. Auch sie „trugen“ den Porsche ins
Ziel der
WP. Auch sie ließen sich vom Service eskortieren. Auch sie siegten in
Klasse
und Kategorie! Fantastisch! Die Konsequenz: Klaus rückt auf den dritten
Platz
in der Beifahrer-Wertung vor und das „Team Germany 1 – MSC Gütersloh“
gewinnt
die FIA Team Trophy!
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Rally Costa BravaDie
Rally Costa Brava, die 2009 vom
siegreichen Team Walter Röhrl / Peter Göbel als „Kurvenorgie, die kein
Ende
nehmen will“ bezeichnet wurde, war der vorletzte Lauf der diesjährigen
FIA
European Historic Rally Championship. Mit sechs Wagen war das „Team
Germany 1 –
MSC Gütersloh“ am Start - galt es doch, möglichst viele Punkte für die
FIA Team
Trophy zu ergattern. Da Lothar Bökamp in New York weilte, um sich den
„New York
Marathon“ anzutun, hatte Burghard Brink seinen alten Freund Heinz Lüke
dazu
überredet, neben ihm im Stratos Platz zu nehmen. Für Wolfgang Pfeiffer
und Ulli
Windt war die Teilnahme Pflicht. Jede Chance auf den Titelgewinn musste
gewahrt
werden. Rainer Schwedt / Hans Woll (Escort), Reinhard Hainbach / Ina
Beck (Ascona
A), Ludwig Kuhn / Klaus Hopfe (Porsche 911 SC) und Richard Owen / Ann
Katrin
Rassenhövel komplettierten das Team Germany 1.
Am
Freitagabend standen zwei
Wertungsprüfungen auf dem Programm, die jeweils zweimal gefahren werden
mussten. Insgesamt waren somit etwas mehr als die Hälfte der Rallye
bereits in
der ersten Nacht zu bewältigen. Eine der beiden Prüfungen, die
Collsaplana, ist
eine alte WRC-Prüfung und mit knapp 24 km eine Prüfung, die von Fahrern
und
Beifahrern alles abverlangt und eine exzellente Teamarbeit im Auto
voraussetzt.
Ein Fazit nach Ablauf der Nacht: Ludwig und Klaus mussten den Porsche
mit
defektem Hauptbremszylinder abstellen, Richard und Ann Katrin hinderte
ein
Schaden an der Hinterachse am Weiterfahren. Allen anderen Teams waren
durchaus mit
sich zufrieden. Nach dem Abstellen der Wagen im Parc Ferme und einem
schnellen
Bier ging es gegen 01:00 Uhr morgens in die Übernachtungspause.
Am Samstag
dann weitere drei Prüfungen, die
wiederum zweimal gefahren werden mussten. Wolfgang und Ulli hatten nach
den
Nachtprüfungen sagenhafte 4:12 Sekunden Vorsprung auf ihre
italienischen
Erzrivalen Antonio Paris/Giuseppe D’Angelo und hatten es bei diesem
gewaltigen Vorsprung
nicht nötig, sich am Limit zu bewegen. Auf der Zielrampe an der
Strandpromenade
von Lloret de Mar angekommen feierten sie einen überlegenen Klassen-
und
Gruppensieg und waren dem Titelgewinn ein gutes Stück näher gekommen.
Weitere Klassensiege
konnten Rainer Schwedt / Hans Woll (Ford Escort Twin Cam) und Burghard
Brink / Heinz
Lüke (Lancia Stratos) feiern. Reinhard und Ina mussten im Kampf um den
Klassensieg der französischen Rallyelegende Jean Ragnotti auf einer
Renault
Alpine A110 und Ferran Fond aus Andorra den Vortritt lassen.
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Alpi Orientali
Vier
Mannschaften des Team Germany 1 - MSC Gütersloh hatten sich auf den Weg
in die
italienischen Ostalpen gemacht, um am achten Lauf zur FIA Historischen
Rallye-Europameisterschaft
teilzunehmen. In der Kategorie 1 starteten Wolfgang Pfeiffer und Ulli
Windt auf
Porsche 911T in der Kategorie 2 Reinhard Hainbach mit Hubert Stadler
auf einem
Opel Ascona B. In der Kategorie 3 waren Franz Fölling / Hartmut Röver
auf
Mitsubishi Lancer Evo und Claus Ellermann mit Co Gert Schreiber auf
Porsche
911SC am Start. Insgesamt starteten 61 Teams zu der anspruchsvollen
Veranstaltung mit etwa 150 km Wertungsprüfung durch die Berge entlang
der
italienisch / slowenischen Grenze.
Los
ging es mit einem 1,6 km langen Prolog in der Innenstadt von Udine.
Solche slalomartigen
Auftaktübungen häufen sich in letzter Zeit. Sie sind bei den
Teilnehmern nicht
sehr beliebt, bringen dem Veranstalter aber wohl gute Sponsorengelder.
Also:
Augen zu und durch!
Bereits
nach wenigen Metern gab es in Wolfgangs Porsche heftige
Schweißausbrüche: Der
Motor lief nicht rund. Irgendwo über 5.000 Umdrehungen machte der
Vergaser
nicht mehr richtig mit. Da nach diesem Mickey-Mouse-Kurs und dem Parc
Fermè wenig
Zeit blieb, war an eine Reparatur nicht zu denken. Es folgten lange
Telefonate
mit Wolfgang Reile und dann eine unruhige Nacht. Als mögliche Ursache
vermutete
man eine verrußte Zündkerze. Die WP2 am nächsten Morgen war auch nicht
besser
und so fanden sich Wolfgang und Ulli nach dieser WP mit satten 23
Sekunden
Rückstand auf den Erzrivalen Parisi nur auf Platz 6 in der Kategorie 1
wieder.
In der WP3 beschloss die Kerze dann, den Bummelstreik aufzugeben.
Wolfgang
packte das Messer zwischen die Zähne, die Aufholjagd konnte beginnen.
Am Ende
des ersten Tages lag man auf Platz 3 in der Kategorie und der Rückstand
auf
Parisi betrug nur noch sechs Sekunden. Tag 2 lief traumhaft, alles
stimmte.
Parisi wurde erst eingeholt, dann überholt. Vor der letzten Prüfung lag
Wolfgang beruhigende
31 Sekunden
Vorsprung! Dann kam es für Parisi ganz schlimm -Ein Motorschaden fünf
Meter vor
dem Start zur allerletzten WP zwang ihn zur Aufgabe! Wolfgang und Ulli
wurden
Zweite in der Klasse und Zweite in der Kategorie. Überragender Sieger
in der
Klasse und in der Kategorie 1 sowie 11 im Gesamtklassement wurde das
italienische Team Guagliardo / Granata mit unfassbaren 4:58 Minuten
Vorsprung
vor Pfeiffer/Windt. Wie sagt man so schön: „Ein Schelm ist, wer Böses
dabei
denkt.“
Unspektakulär
verlief die Veranstaltung für Reinhard Hainbach und Hubert Stadler. Sie
platzierten
sich immer im vorderen Drittel der Kategorie. Mehr war gegen die
PS-starken
Porsche unter den geografischen Gegebenheiten einfach nicht drin.
Hinter dem
italienischen Escort RS Team Muradore / Trevisiani und den Siegern der
Historic
Vltava Janota / Strasky auf einem Opel Kadett C belegten sie Platz 3 in
ihrer
Klasse und Platz 14 in der Kategorie 2.
In
der Kategorie 3 zeigten die beiden MSC-Teams Ellermann / Schreiber und
Fölling /
Röver während der gesamten Veranstaltung eine gleichmäßige Leistung.
Nach dem Ausfall
des italienischen Fiat Ritmo Teams, dem einzigen Konkurrenten in der
Klasse,
war dem Team Fölling/Röver der Klassensieg nicht mehr zu nehmen. In der
Kategorie 3 landeten sie auf dem 10. Rang von 17 Startern. Claus
Ellermann und
Gert Schreiber beendeten die Alpi Orientali Historic auf Platz 6 in
ihrer
Klasse D4 und auf dem 9. Platz in der Kategorie 3.
Ein
Blick auf den aktuellen Zwischenstand der FIA Historischen
Rallye-Europameisterschaft zeigt, dass das „Team Germany 1 - MSC
Gütersloh“
auch nach der Alpi Orientali Historic hochzufrieden sein kann. Nach der
guten
Platzierung in Udine hat Wolfgang die Führung in der Kategorie 1
übernommen. Reinhard
Hainbach liegt in der Kategorie 2 auf dem 4. Platz. In der
Mannschaftswertung
liegt „Team Germany 1- MSC Gütersloh“ derzeit mit 5 Punkten Rückstand
auf Platz
2 hinter dem Rally Club Sandro Munari. |
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©Historic
Rallye Team 2011
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