East African Safari Rally 2003

Etappe 1 (Mittwoch 10. Dezember, Photos)

GESCHICHTE WIEDERHOLT SICH IN KENIA

Rob Collinge führt beim Heimspiel; Entäuschender Tag für Michéle Mouton

Einer der geschichtsträchtigsten Rallye Veranstaltungen startete heute in Kenia und der Empfang der den Teilnehmern der East African Safari Rally 2003 bereitet wurde erinnerte an vergangene Tage. Vor fünfzig Jahren gründete Eric Cecil die East African Safari Rallye und nahm 53 Teilnehmer an den Start. Heute, an dem fünfzigsten Jahrestag einer Veranstaltung die die Krönung der Königin Elisabeth feierte sind es wieder 53 Teilnehmer die über die Startrampe unter den berühmten Elefantenzähnen der Moi Avenue in Mobassa fuhren.

Nachdem sie durch den kenianischen Sportminister Najib Balala gestarted wurden, fuhren die Teilnehmer in sengender Hitze gen Nordwesten aus Mombassa heraus. Die 4,893 Kilometer lange Strecke führt durch entlegenste, dennoch spektakuläre Gegenden in Kenia, Uganda und Tansania. Die heutige Etappe enthält drei Wertungsprüfungen von fast 200km länge – das entspricht etwa der Hälfte der Wertungsprüfungen einer 3-Tage WM Rallye Veranstaltung. Die Wertungsprüfungen führten durch unterschiedliches Gelände mit schnellen Sektionen und Halbwüsten.

Es hätte keinen besseren Übernachtungsstop geben können um die Teilnehmer in Kenia angemessen willkommen zu heißen: Taita Hills Salt Lick Lodge mit freilebenden Giraffen, Antilopen, Büffeln und Elefanten.

Die kenianische Mannshaft Rob Collinge und Anton Levitan haben mit Ihrem Datyun 240Z an diesem Tag einen Gesamtvorsprung von 5 Minuten und 5 Sekunden herausgearbeitet. Wie viele Mannschaften vor Ihnen haben sie gleich ein paar Probleme gehabt: „Wir hatten einen schlechten Start und verloren Zeit mit einem gelöchertem Reifen und einer durchgebrannten Sicherung, dann wollte das Auto nicht mehr Starten,“ kommentierte Collinge „Der Rest des Tages war aber großartig und es ist schön am Ende der ersten Etappe zu führen.“

Die internationalen Teilnehmer werden geführt durch Gerard Marcy und Dan Erculisse, eine belgische Mannschaft die mit Ihrem Ford Escort auf Platz zwei liegen. “Wir kamen in CS1 gut voran aber hatten einen Reifenschaden nach 25km und verloren 6 Minuten,“ sagte Beifahrer Dan. „Die Zweite fing auch gut an, aber dann holten wir ein Fahrzeug vor uns auf und hingen für 45km in der Staubfahne. Aber wir überholten 4 Fahrzeuge in der letzten Sektion, das muß ja gut sein.“

An Position drei liegen der Brite Iain Freestone und Rod Maclean, in einem Ford México. Iain war 2002 Nationaler Rallye Champio (Klasse N1) bei Skoda Auto UK und nimmt selten an Veranstaltungen außerhalb von GB teil. „Wenn jeder Tag wie dieser sein könnte, wäre ich sehr zufrieden!“ sagte er.

Die legändare Michéle Mouton, die erste Frau die den FIA Rallye Weltmeister Titel gewann, hatte einen schlechten Start. Die Französin und Ihre Venezulanische Beifahrerin hatten bereits auf dem Weg zum Start Probleme mit einem überhitzendem Motor und verloren Wasser aus dem Kühler. In Wertungsprüfung CS2 gab es Probleme mit der Radaufhängung. Bei dieser Veranstaltung sind die Regeln jedoch großzügiger als üblich und Mouton und Goni können morgen wieder dabei sein.

Fahrerstimmen

2. Bruce Field/Jan Thoenes – EAK/EAK
Porsche 911

”Wir verloren die Bremsen für ungefähr 15km, aber ansonsten lief es gut für uns.”

7. Ray Bellm/Pasquale Lanzante – GB/I
Ford Escort

“Wir geniessen es wirklich, bis jetzt ist es genauso wie ich es mir vorgestellt hatte. Wir hatten eine kleinen Schreck als in CS1 die Kupplung nachliess, aber sie kam im Laufe der Sektion zurück.”

8. John Lloyd/Paul Amandini – GB/GB
Ford Escort

“Wir hatten ein parr Probleme aber das Auto läuft jetzt wirklich gut und ich fühle mich wohl bei unserer Geschwindigkeit. Wir hatten einen Fahrfehler in CS2 und für die meiste Zeit des Tages fahre ich ohne Schaltknopf; der muß irgendwo im Auto liegen auf dem Ganghebel sitzt er jedenfalls nicht...! ”

9. Wolfgang Pfeiffer/Peter Knoebel – D/D
Porsche 911

“Wunderbar! Keine nennenswerte Probleme, abgesehen davon dass uns 1km vor dem Übernachtungsstop das Benzin ausging!”

19. Henri Guyonnet-Duperat/Claude Valion – F/F
Porsche 911

“Die letzte Wertungsprüfung (CS3) war hart für das Auto und wir müssen uns um es kümmern. Es war ein langer Tag aber ich bin glücklich. Jetzt muß ich erst mal selber am Auto schrauben da ich keine Service Team habe…”

20. Stuart Rolt/Richard Tuthill – GB/GB
Porsche 911

“Die erste Wertungsprüfung war gut aber dann haben wir einen Reifen zerstört; das war mein Fehler denn Richard sagte ‘Schlagloch, Achtung!’ – Ich nahm es einfach zu schnell. Die letzte Prüfung (CS3) lief prima aber wir nahmen sie langsam, zu langsam, und verloren ganz schön Zeit. Das Auto ist im perfekten Zustand und es war wirklich ein wundervoller Tag.”

 

Basiert auf Text der Rallye-Leitung

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