East African Safari Rally 2003

Etappe 6 (Dienstag 16. Dezember, Photos)

AUCH AM SECHSTEN RALLYE TAG NOCH WEITERE SUPERLATIVE

Die Kenianer Rob Collinge und Anton Levitan führen die East African Safari Rally weiterhin an. Mit ihrem Datsun 240Z bauten sie ihren Vorsprung auf 34 Minuten und 45 Sekunden aus. Die Franzosen Frederic Dor und Didier Breton brachten ihren Porsche 911 nur mit viel Pflege durch das Ziel. Die Briten Stuart Rolt und Richard Tuthill liegen mit ihrem Porsche 911 weiterhin auf Platz drei.

Nach dem gestrigen Ruhetag in Masai Mara bei dem einige Teilnehmer die Gelegenheit nutzten sich Nilpferde und Krokodile in der freien Wildbahn anzusehen ging die Rallye am früh morgens weiter. Die Strecke enthielt zwei Wertungsprüfungen und führte die Teilnehmer nordöstlich von Mara nach Nakuru und dann südöstlich nach Nairobi zur Übernachtung im Safari Park Hotel. Die Eröffnungsprüfung war 71,2 Kilometer lang und verteidigte ihren Ruf als die raueste und härteste Prüfung der Rallye.

Die Streckte zwischen den Prüfungen brachte die Teilnehmer zu einem Zwischenstop in dem Delamere Estate, wo Lord und Lady Delamere zu einem Brunch einluden. Die Zeitkontrolle wurde dort durchgeführt vom Präsidenten der FIA Rallye Kommission, dem fünfmaligem Gewinner der Safari Rallye Shekhar Mehta und seiner Frau der ehemaligen Weltmeister Beifahrerin Yvonne Mehta.

Die darauf folgende Wertungsprüfung hatte eine Länge von 71,17 Kilometern, führte von Mbweha nach Mbaruk und war eine Mischung aus flachem Grassland und herausfordernder Navigation durch die riesige Agraranlage.

Es waren wieder Rob Collinge und Anton Levitan die die Bestzeiten für beide Prüfungen vorgaben. Dor konnte weitestgehend mithalten, verlor jedoch in der zweiten Prüfung fier Minuten als sich technische Schwierigkeiten einstellten.

“Wir hatten mehrere Platten und verpassten unser Service Team auf der Zwischenstrecke.” sagte Collinge. “Es war trotzdem sehr gut für uns, exzellent! Das Auto war genau auf diese Prüfung vorbereitet worden und das zahlte sich nun aus, da es mit diesen Konditionen gut zurechtkommt. Das könnte nun für den Sieg reichen, aber Garantien gibt es nicht.”

Die Franzosen Frederic Dor und Didier Breton sind noch in Form, aber ihr Porsche 911 hatte heute mehrere Schwierigkeiten. Selbst mit einem ausgefallenen hinterem Stoßdämpfer erreichten sie zweitschnellste Zeit, aber dann gab ein weitere Stoßdämpfer auf  und waren gezwungen deutlich langsamer zu fahren. Am Ende von Wertungsprüfung CS18 verloren sie mehr als sechseinhalb Minuten.

“Die erste Prüfung war sehr hart und ein Stoßdämpfer viel aus, aber das Service Team baute auf der Zwischenstrecke einen neuenein,” sagte Frederic. “Ein weitere gab noch kurz vor CS18 auf und das ist warum wir dort soviel Zeit verloren und nur vierzehnter wurden. Aber wir haben noch Glück gehabt und wichtig ist nur das wir noch dabei sind und unsere Position verteidigen konnten. ”

Stuart Rolt und Richard Tuthill haben mit ihrem Porsche 911 ebenfalls Ihre Position von Platz drei verteidigen können.

Die Deutschen Wolfgang Pfeiffer und Peter Knöbel vielen mit Ihrem Porsche 911 von Platz sechs auf Platz acht zurück. Wie bei vielen anderen Teilnehmern scheinen die Stoßdämpfer ein Schwachpunkt zu sein. Zusätzlich schlug der Ölausgleichsbehälter leck. Die beiden sind zuversichtlich das Auto bis zum nächsten Tag wieder voll Einsatzbereit zu haben.

Nach dem Übernachtungsstop in Nairobi wird der Konvoi der East African Safari Rally sich gen Süden bewegen: Tansania. Es geht morgens um sechs Uhr los und es gibt drei Wertungsprüfungen mit insgesamt 177,8 Kilometern. Der Übernachtungsstop ist in Arusha, Tansania.

Fahrerstimmen

2. Bruce Field/Jan Thoenes – EAK/EAK
Porsche 911

“Ich hab während der ganzen Wertungsprüfung CS17 nur gelacht; es war so ungeheuerlich hart das das alles war was man tun konnte! Ich denke ich habe es trotzdem genossen, eine Art perverser Genuß; und wir haben drei Autos überholt, das war gut.“

3. Michele Mouton/Ana Goni – F/YV
Ford Escort

“Die Aufhängung brach noch vor dem Start zu CS17 aber wir reparierten es noch rechtzeitig. Und obwohl die Strecke hart war lief es bei uns gut. In der zweiten Prüfung hatten wir viel Staub im Auto; da muß irgendo ein Loch sein und weder Ana noch ich konnten am Ende sprechen weil wir in der Staubfahne hinter Andrew (Barnes) steckten.”

6. Iain Freestone/Rod MacLean – GB/GB
Ford México

“Ok, die Veranstaltung zeigte uns mit CS17 wie hart sie sein kann; wir habens jetzt gesehen!”

7. Ray Bellm/Pasquale Lanzante – GB/I
Ford Escort

“Prüfung 17 war OK für uns aber wir sind auf der Verbindungsstrecke steckengeblieben. Glückicherweise kamen plötzlich so um die 55 Einwohner und hoben uns raus!”

8. John Lloyd/Paul Amandini – GB/GB
Ford Escort

“In der zweiten Prüfung hingen wir mit anderen hinter Wolfgang (Pfeiffer) und es war dort unmöglich zu überholen. In der Staubfahne trafen wir einen Felsen aber nichts brach. Ich kann es kaum glauben, das war derselbe Stein an dem ich vor zwei Jahren mit meinem Mitsubishi ausfiel!”

9. Wolfgang Pfeiffer/Peter Knoebel – D/D
Porsche 911

"Wertungsprüfung CS17 ist so brutal, die würde man in Europa nicht mal mit einen Trecker fahren. In der zweiten Wertungsprüfung gab nicht nur ein Stoßdämpfer auf, wir verloren auch noch Öl durch ein Leck im Ölausgleichstank."

35. Andrew Barnes/David Lewis – GB/GB
Ford Escort

“Die Verbindungsstrecke hinter CS17 war noch schlimmer als die Prüfung selbst!“

 

Basiert auf Text der Rallye-Leitung

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