East African Safari Rally 2003

Etappe 8 (Donnerstag 18. Dezember)

AM VORLETZTEN TAG STELLT SICH EIN VORLÄUFIGES ENDERGEBNIS EIN

Am vorletzten Tag der East African Safari Rally konzentrieren sich deren Teilnehmer darauf Ihre Fahrzeuge etwas zu schonen und ins Ziel zu kommen. Wer so weit gekommen ist riskiert jetzt nicht mehr viel. Damit tut sich auch wenig in der Liste der Führenden. Die Kenianer Rob Collinge und Anton Levitan sind mit ihrem Datsun 240Z weiter auf Platz. Der Franzose Frederic Dor und der Brite Stuart Rolt liegen auf den Plätzen zwei und drei, beide auf Porsche 911.

Tansania war Gastgeber des heutigen neunten Rallye Tages und bot drei Wertungsprüfungen mit insgesamt 252,18 Kilometern. Die Strecke führte von Arusha ostwärts entlang des Randes des Mkomazi Großwild Parks und dann südwärts in die Usambara Berge. Die dortige Wertungsprüfung hat einen Killer-Ruf, denn bei früheren Veranstaltungen hat es dort viele Ausfälle gegeben. So wurde beispielsweise das Feld 1963 auf ganze sieben Teilnehmer dezimiert, die dann als die „Glorreichen Sieben“ ins Ziel gingen. Das Ziel der Wertungsprüfung lag am Ort Korogwe und war überfüllt mit enthusiastischen Zuschauern der Bondaei, Misikwa und Samba Stämme die die Teilnehmer lautstark anfeuerten.

Trotz aller Zurückhaltung lagen die Kenianer Rob Collinge und Anton Levitan mit ihrem Datsun 240Z wiedereinmal die Bestzeiten in den ersten beiden Prüfungen des Tages vor und bauten damit ihren Vorsprung auf beachtliche 45 Minuten und 45 Sekunden aus. "Die Eröffnungsprüfung war sehr schön und eine etwas schwierige Abzweigung war letztlich kein echtes Problem;“ kommentierte Rob. "Die Usambara Berge waren herrlich. Der Rest zum Ziel wird nun hoffentlich nur eine Spazierfahrt ohne Schwierigkeiten."

Die Franzosen Fredric Dor und Didier Breton hielten mit ihrem Porsche 911 weitestgehend mit und verteidigten Position zwei. Allerdings kämpfen die beiden mit den Problemen die ein geschwächtes Fahrwerk mit sich führt. "Wir haben nur noch die Standard-Stoßdämpfer, aber die sind OK wenn die Strecke nicht zu rau ist," sagte Frederic. "Die Stecke in den Usambara Bergen war großartig; es wäre toll die mit einem ordentlichen Fahrwerk zu fahren! Wir haben noch genau einen Satz Stoßdämpfer für den morgigen, letzten Tag."

Die Briten Struart Rolt und Richard Tuthill hatten einen problemlosen Lauf und machten keine besonderen Anstrengungen die beiden Führenden einzuholen und bleiben auf Platz drei. Auch hier gilt es nun in erster Linie das Ziel in Mombassa zu erreichen. "Mir war klar das wir in der ersten Prüfung Zeit verloren, aber das ist OK,“ sagte Stuart. "Richard bremst mich und das ist der richtige Weg. Die zweite Prüfung war klassisch, einfach großartig und die haben wir ausführlich genossen. Die dritte war besonders herausfordernd mit vielen tiefen Abgründen, erschreckendes Safari Zeugs eben! Es war harte Arbeit für einen alten Mann wie mich!“

Platz vier wird gehalten durch die Briten Andrew Barnes und David Lewis in einem Ford Escort, mit der lokalen Porsche Mannschaft Bruce Field und Jan Thoenes in Verfolgung auf Platz fünf.

Das beste deutsche Team ist Wolfgang Pfeiffer und Peter Knöbel mit einem Porsche 911 weiterhin auf Platz neun. Wie die anderen Porsche Teams haben die beiden das Problem keine Rallye-Stoßdämpfer mehr zu haben. Pfeiffer sagte, dass sich der erste Stoßdämpfer bereits nach 10 Kilometern Wertungsprüfung verabschiedete.

Der letzte Tag der “2003 Kenya Airways East African Safari Rally” führt die Teilnehmer am Freitag von Tanga in Tanzania zurück nach Kenya und an der Küste des Indischen Ozeans zum Ziel „Diani Beach“ bei Mombasa. Dabei gibt es noch drei Wertungsprüfungen mit insgesamt 119 Kilometern zu bestehen.

Fahrerstimmen

2. Bruce Field/Jan Thoenes - EAK/EAK
Porsche 911

"Wir hatten eine wirklich harte Landung in der zweiten Prüfung, Jan tut das Kreuz weh und das hintere Fenster Sprang raus. Wir schlugen hart auf und der Motor hat seitdem ein paar Fehlzuendungen."

3. Michele Mouton / Ana Goni - F/YV
Ford Escort

"Heute lief es gut für uns, aber immer soviel Staub von den Vordermännern. Die letzte Prüfung war wie Schotter auf Korsika. Und ich wollte im Endergebnis unbedingt vor den Skoda was wir heute erreicht haben."

6. Iain Freestone / Rod Maclean - GB/GB
Ford Mexico

"Mitten in der Nacht klopfte David Kedward an meiner Hoteltuer und fragte ob er mein Ersatzgetriebe ausleihen könnte. Ich rief meine Crew wach und konnte dann den Rest der Nacht nicht schlafen weil ich mir sorgen über mein eigenes Getriebe machte! Und unglaublicherweise hatten wir dann in der zweiten Prüfung ein Leck im Getriebe! Ich kann's nicht glauben! Die dritte Prüfung war einfach herrlich, ich wäre am liebsten umgedreht und sie gleich noch einmal gefahren!"

7. Ray Bellm/Pasquale Lanzante - GB/I
Ford Escort

"Wir kamen in der zweiten Prüfung bei 130 Stundenkilometern in eine Senke und trafen mit der Nase voll auf die gegenüberliegende Steigung. Ich weiß auch nicht was dieses Auto noch zusammenhält!"

9. Wolfgang Pfeiffer/ Peter Knoebel - D/D
Porsche 911

"Wir verloren die Dämpfung hinten schon nach 10 Kilometern und mussten langsamer fahren. Wir haben keine Ersatzstoßdämpfer mehr..."

12. Josef Pointinger / Wolfgang Nolscher - A/A
Ford Escort

"Wir hatten in der ersten Prüfung unsere Bremsen verloren und gerade die Talfahrt war eine ganz besondere Erfahrung."

 

Basiert auf Text der Rallye-Leitung

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